Schiffahrt Langeoog

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Schiffahrt Langeoog 2017-06-02T15:22:59+00:00

Geschichtlicher Abriss:

Erste Erwähnung eines Bootes im 17. Jahrhundert.
Unregelmässige Verbindung mit dem Festland meist unter Verwendung gestrandeter Boote, insbesondere für den Kirchgang nach dem Festland, Baltrum oder Spiekeroog, da Langeoog zeitweise keine Kirche und keinen Pastor hatte.
1830Erste Erwähnung einer regelmässigen Fährverbindung mit dem Festland. Verpflichtung eines herrschaftlichen Fährmanns für eine wöchentliche Verbindung. Der Fährmann Cassen Frerichs kauft mit staatlicher Unterstützung eine Schaluppe.
1831Die Schaluppe wird durch einen Sturm zerschlagen und wahrscheinlich durch ein anderes Schiff ersetzt.
1839Tjark Heeren Tjarks wird Fährmann.
1843Fährschiffer Jost H. Börgmann erhält nach dem Tod von T.H. Tjarks die Genehmigung der Commune das Fährboot zu kaufen. Es wurde festgelegt, dass jeden Mittwoch, in der Saison Montag und Freitag, eine Verbindung zum Festland hergestellt wird. Wahlweise wird Bensersiel oder Westeraccumersiel angelaufen.
1845Fährschiffer Frerich Jacob Pauls erhält die Genehmigung vom 03.11.1845 bis Juni 1848 mit der neuen Schaluppe „Vangerow“ den Fährverkehr durchzuführen. Er erhält eine jährliche Beihilfe. Ein halbes Jahr bvor Ablauf des Vertrags hat er eine Verlängerung zu beantragen.
1846Ein Verkauf des Fährboots wird von amtlicher Seite aufgehoben. Das Boot geht an Pauls zurück.
1848Focke Heden Focken wird Fährmann.
1850H.T. Pauls übernimmt mit der Schaluppe „Amtmann Kettler“ den Fährverkehr.
1859Durch Gemeindebeschluss wird Bensersiel einziger Hafen für den Fährverkehr mit dem Festland.
1863Adam Leiss wird neuer Fährschiffer.
1867Kapitän Leiss führt eine regelmässige Verbindung einmal pro Woche mit der Schaluppe „Hoffnung“ durch.
1869Adam Leiss legt sein Amt nieder. Sein Bruder Frerich Otten Leiss kauft das Schiff und übernimmt den Fährbetrieb.
1872Die Schaluppe „Arthur von Landsberg“ wird von Kapitän Frerich Otten Leiss in Dienst gestellt. Jetzt zwei Verbindungen mit dem Festland pro Woche.
1884Kapitän Frerich Otten Leiss lässt auf der Werft Wilters in Dornumersiel im Auftrag des Klosters Loccum die Schaluppe „Curator“ für 45 Personn bauen.
1885Der „Curator“ wird in Dienst gestellt. Im Sommer jetzt tägliche Verbindung, im Winter an drei Tagen der Woche.
1888Gründung der Dampfschiffsreederei Esens-Bensersiel-Langeoog mit Sitz in Esens. Die Reederei chartert von Bootje Ensing & Co in Groningen den Dampfer „Piet Hein“ für den Sommerverkehr. Winterverkehr mit dem „Curator“. Erste Fahrt mit „Piet Hein“ am 15.06.1888 um 12.15 Uhr ab Langeoog. Das Schiff war bis zum 15 September im Einsatz.
1889Die Reederei lässt sich den Schaufelraddampfer „Stadt Esens“ bauen, der von Kapitän Frerich Otten Leiss geführt wird.
1892Bau einer Landungsbrücke. Fertigstellung am 14.05.1892. Bisher mussten die Fahrgäste ausgebootet werden. Die Brücke wird nur im Sommer benutzt. Im Winter wird der Brückenbelag abgenommen.
1894Vertrag zwischen Frerich Otten Leiss und seinen Söhnen Johann und Wilhelm betreffs Übernahme der Fährverbindung. Der Winterverkehr mit dem „Curator“ wird ab diesem Jahr von Johann Wilhelm Leiss durchgeführt.
1895Der Winterverkehr jetzt durch Johann Wilhelm Leiss mit dem „Curator“ durchgeführt.
1896Als Ersatz für den Dampfer „Stadt Esens“ wird bei der Seebeckwerft in Geestemünde der Schraubendampfer „Kaiserin Auguste Victoria“ gebaut. Stapellauf am 09.05.1896.
1897Auf Betreiben der Gemeinde plant die Reederei eine Pferdebahn vom Anleger zum Gepäckschuppen im Ort. Die Gemeinde stimmt dem Plan zu aber es kommt nicht zur Durchführung.
1899Erste Verlängerung der Landungbrücke.
1901Gründung der „Langeooger Pferdebahngesellschaft OHG“ als Tochtergesellschaft der Reederei. Im Februar wird das Material für den Oberbau bestellt. Am 03.05. erfolgt der Abschluss des Pachtvertrag über das benötigte Gelände mit der Abteilung für direkte Steuern und Domänen der Regierung in Aurich. Am 06.05. wird mit dem Schiff „Hollandic“ aus Dortmund das Oberbaumaterial geliefert. Am 01.06. sind die Gleisanlagen fertiggestellt. Am 22.06. erfolgt die Anlieferung der ersten Wagen und die feierliche Eröffnung der Inselbahn. Am 02.07. folgt dann die amtliche Abnahme durch Baurat Panse aus Norden und Baurat Budde aus Wittmund. Die Inselbahn führt vom Hospiz zum Anleger. Spurweite 1000 mm. Streckenlänge 3.5 km. Wagenpark: 1 geschlossener Wagen, 3 Sommer- und 1 Gepäckwagen. Später werden noch drei Güterwagen beschafft.
1904Beschaffung von zwei weiteren Güterwagen. Damit sind jetzt 5 Güterwagen vorhanden.
1906J.A. Leiss will für den Winterverkehr ein Motorboot bauen. Das Kloster Loccum lehnt aber einen Zuschuss von 18000.- Reichsmark ab.
1907Beschaffung eines weiteren Gepäckwagens. Damit sind jetzt 2 Gepäck- und 5 Güterwagen vorhanden.
1908Am Wasserturm wird ein Ladegleis eingerichtet. Mit dem Kaufmann T.J. Pauls wird ein Vertrag betreffs Weichenstellung geschlossen. Das Ladegleis wurde in den zwanziger Jahren wieder entfernt.
1909„Curator“ der unter Kapitän Johann Wilhelm Leiss den Winterverkehr durchführt bekommt einen Motor.
1914Zur besseren Ausnutzung der Wasserverhältnisse lässt die Reederei bei der Werft Aumund in Vegesack das Motorschiff „Langeoog“ bauen.
1915„Kaiserin Auguste Victoria“ und „Langeoog“ werden von der Marine beschlagnahmt und nach Bremerhaven überführt. Der Verkehr wird mit „Curator“ durchgeführt. Das Motorschiff „Langeoog“ wird von der Marine angekauft und als Minensuchboot in der Ostsee eingesetzt.
1918Da der Fährmann Leiss glaubt durch den Fischfang mehr verdienen zu können lehnt er eine weitere Übernahme des Fährbetriebs ab. Als Ersatz wird Kapitän Lukas Heyen mit seinem Segelkutter „Fahre Wohl“ verpflichtet. Nach Kriegsende erhält „Kaiserin Auguste Victoria“ einen neuen Kessel und wird wieder in Dienst gestellt. Die Landungsbrücke kann jetzt ganzjährig benutzt werden, da im Winter ein schmales Laufbrett aufgelegt wird.
1920Charterung eines flachgehenden Motorboots als Ersatz für die beschlagnahmte „Langeoog“. Gegen Ende der Saison Ankauf eines Motorboots aus Bremen und Einsatz unter dem Namen „Langeoog (II)“. „Kaiserin Auguste Victoria“ auf der Cassenschen Werft in Emden generalüberholt.
1923Rückkauf des Motorschiffs „Langeoog“ und Verkauf des 1920 erworbenen kleinen Motorboots „Langeoog (II)“. „Kaiserin Auguste Victoria“ im September verchartert an eine Norderneyer Gesellschaft für 1013 Billionen Papiermark.
1924Letzte Verlängerung der Landungsbrücke auf 300 m.
1926Die Inselgemeinde beginnt mit verschiedenen Motorbooten, u.a. den Booten „Reiher“, „Walfried“, „Viod“, „Kehre Wieder“, „Willkommen“ und „Espel“, gegen die Reederei Esens-Bensersiel-Langeoog Konkurrenz zu fahren.
1927Mit Kaufvertrag vom 28.01.1927 wurde die Reederei Esens-Bensersiel-Langeoog für 100.000,- RM an die Inselgemeinde verkauft. Die Reederei führt jetzt den Namen Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog. Erster Chefkapitän wird Otto Leiss. „Kaiserin Auguste Victoria“ wird als „Langeoog I“ geführt und das Motorschiff „Langeoog“ in „Langeoog II“ umbenannt. Im gleichen Jahr erfolgt der Neubau der Doppelschraubenmotorschiffe „Langeoog III“ und „Langeoog IV“ bei der Werft Jos.L. Meyer in Papenburg. Mit diesen Schiffen wird der Verkehr nach Norddeich aufgenommen. Die Fahrzeit beträgt 2.5 Std.
Die Pferdebahn wird zusammen mit der Reederei an die Inselgemeinde verkauft. Zum Zeitpunkt des Verkaufs war folgender Wagenpark vorhanden: 1 geschlossener Wagen, 3 Sommerwagen, 1 alter Gepäckwagen, 1 neuer Gepäckwagen, 5 Güterwagen, 4 Kipploren und 3 Handgepäckloren. An baulichen Einrichtungen waren ein dreiständiger Fahrzeugschuppen am Hospiz und ein Gepäckschuppen mit Fahrkartenausgabe nahe dem heutigen Rathaus vorhanden. Im selben Jahr Ankauf von zwei Strassenbahntriebwagen ohne Motor aus Emden und Einsatz derselben als Pferdebahnwagen.
Die Gemeinde plant einen neuen Anleger und die Umstellung auf eine motorisierte Inselbahn. An den vorgesehenen Kosten von ca 400000.- RM sollte sich das Reich und Preussen zu je 1/4 beteiligen. Die Provinzialregierung in Hannover stellte ein Darlehen in Aussicht. Die von der Gemeinde eingereichten Unterlagen blieben in den Mühlen der Bürokratie hängen und das Projekt konnte erst nach weiteren Verhandlungen abgeschlossen werden. Da aber dann die wirtschaftliche Lage schlecht war sperrte der Finanzminister alle Gelder. Damit war das Projekt erledigt.
1928Eine angekaufte Schute wird zum Motorfrachtschiff umgebaut als „Langeoog VI“ in das Schiffahrtsregister eingetragen.
1929Von Januar bis März kein Schiffsverkehr wegen Vereisung des Wattenmeers. Die Versorgung der Insel erfolgt mit dem Pkw eines Autovermieters aus Esens.
1934 1935Begradigung und Ausbaggerung des Bensersieler Tiefs und einer Fahrrinne an der Landungsbrücke unter Bürgermeister Hasper. Erster Versuch einer tidefreien Verbindung mittels eines gecharterten kleinen Schiffs. Der Versuch muss nach zirka zwei Jahren wieder eingestellt werden.
1936Die 300 m lange Landungsbrücke wird im Oktober durch eine Sturmflut so beschädigt, daß ein Anlegen unmöglich ist. Die Inselgemeinde beschliesst einen Neuaufbau und Umstellung auf eine motorisierte Inselbahn mit einem Kostenaufwand von 216000.- Reichsmark.
1937Baubeginn des Hafens durch die Luftwaffe. Verkauf von „Curator“ an eine der beteiligten Firmen.
Am 02.07. erfolgt die letzte Fahrt der Pferdebahn und die erste Fahrt mit Dieseltraktion. Der geschlossene Personenwagen 1 der Pferdebahn wird nach Spiekeroog verkauft und die 5 Güterwagen werden weiterverwendet. Die restlichen Pferdebahnwagen werden verschrottet. Am 16.07. erfolgt die feierliche Einweihung der neuen Inselbahn. Die Strecke führt vom Bahnhof am Ortsrand zum Anleger. Streckenlänge jetzt 2.5 km. Fahrzeugpark: 2 Diesellok Kö 1 ( Deutz 1937/18444 24 PS ) und Kö 2 ( Deutz 1937/18443 48 PS ) der Firma Humboldt-Deutz-Motoren AG (ab 1938 Klöckner-Humboldt-Deutz AG), vier Personen- und 8 Güterwagen der Steinhuder-Meer-Bahn und 5 Güterwagen der Pferdebahn.
Baubeginn des Flughafens durch die Luftwaffe. Die Baufirmen setzen eigene Feldbahnen zum Materialtransport ein. Es existierten Bahnen der Firmen L.Meyer aus Varel, Fokke aus Aurich ( Sandtransporte aus den Dünen mit Dampfloks und Gleiskreuzung mit der Inselbahn bei Um Süd ) und Dyckerhoff & Widmann aus Hamburg.
1938Ankauf des Frachtschiffs „Caroline“ von Kapitän Benz aus Norderney. Außerdem Ankauf des Eisbrechers „Pionier“ aus Hamburg und Einsatz als Passagierschiff mit dem für die damalige Zeit riesigen Fassungsvermögen von 332 Personen. Umbau der „Langeoog IV“ bei der Werft Jos.L. Meyer in Papenburg.
1939Bei Kriegsausbruch Einstellung des Verkehrs nach Norddeich. „Langeoog II“ und „Langeoog III“ werden im November vom Zollgrenzschutz eingezogen.
4 Güterwagen einer Steinbruchbahn bei Meißen gekauft. Bau eines Anschlussgleises vom Bahnhof zum Anfang des Pirolatals für Materialtransporte zum Bau einer Flakstellung. Das Gleis wurde nach Ende der Bauarbeiten wieder abgebaut. Der erst 1937 erbaute Gemeindeanleger muss verlegt werden da er sich ausserhalb des neuen Hafens befindet. Als Ersatz wird die in der Nähe gelegene von der Firma Dykerhoff & Wiedmann AG für die Bauarbeiten der Wehrmacht gebaute Anlegebrücke verwendet.
1940„Langeoog III“ wird im August vom Zollgrenzschutz an die Marine abgegeben. Am 23.09. wird das Schiff von englischen Fliegern in Boulogne versenkt. Die Besatzung war während des Angriffs glücklicherweise nicht an Bord.
Durch den Bau des Flughafenbau nimmt der Frachtverkehr solche Ausmaße an, daß die Luftwaffe eigene Schiffe chartert. Die Inselbahn bestellt bei Klöckner-Humboldt-Deutz eine 75 PS Diesellok. Die Lieferung verzögert sich aber so stark, daß die Bestellung 1942 storniert wird.
1941Fertigstellung des Hafens.
1942Im Januar setzt starker Frost ein und das Wattenmeer friert zu. Nach einigen Wochen ist die Eisdecke 40 cm stark, so daß auch der Eisbrecher „Pionier“ aufgeben muss. Die Insel wird mit Flugzeugen versorgt. Damit dringende Schwertransporte durchgeführt werden können sägen im Februar Luftwaffensoldaten eine 700 m lange und 10 m breite Fahrrinne ins Eis. Am 26.02. ist die Fahrrinne fertig und der Schiffsverkehr wird wieder aufgenommen.
1944„Langeoog IV“ wird mit Flak bestückt und einige Monate später, nach einem Luftangriff auf Wangerooge, als Lazarettschiff eingesetzt.
1945Kriegsende. Die Rollbahnen des Flughafens werden durch englische Streitkräfte gesprengt und die Baubahnen demontiert.
1948Kö 3 ( Schöma 1948/900 80 PS ) von der Lokfabrik Schöma aus Diepholz beschafft.
19503 Güterwagen und 1 Personenwagen der Mindener Kreisbahn beschafft. Motorschiff „Binz“ von der Saßnitzer Dampfschiffsgesellschaft mit Sitz in Hamburg gekauft und als „Langeoog III (II)“ eingesetzt.
1951„Langeoog I“ ex „Kaiserin Auguste Victoria“ an eine Abwrackwerft in Hamburg verkauft.
Ein neuer Anleger wird an der heutigen Stelle erbaut. Der bis dahin benutzte Wehrmachtsanleger im Ostteil des Hafens wird abgebrochen. Zur Anbindung des neuen Anlegers wird die Inselbahnstrecke ab dem heutigen Golfcafe verschwenkt.
1952Dampfer „Pionier“ auf Langeoog verschrottet.
1954Zweiter Umbau der „Langeoog IV“ bei der Jadewerft in Wilhelmshaven.
1955„Langeoog III (II)“ auf der Jadewerft in Wilhelmshaven umgebaut.
1956„Langeoog II“ nach Emden verkauft, dort Verwendung für Hafenrundfahrten und später als Müllschute. Im Jahr 1965 abgewrackt. Hafenschlepper „Zukunft“ von der Firma Sanowski in Hamburg angekauft und bei der Jadewerft in Wilhelmshaven zum Passagierschiff „Langeoog I (II)“ umgebaut.
Kö 1 (II) ( Schöma 1956/1738 120 PS ) von Schöma erworben. Die alte Kö 1 wird in Zahlung gegeben und nach Umbau von Schöma ( u.a. Umspurung auf 1040 mm ) an die Deutsche Bundesbahn Gleislager Northeim weiterverkauft. Dort tat sie bis 1969 Dienst. Danach wurde die Lok an die Rüttgerswerke in Peine-Woltorf verkauft. Dort erfolgte aber kein Einsatz. Die Lok wurde im Jahr 1987 an die IHS weiterverkauft und kommt seit 2002 auf der Selfkantbahn ( Geilenkirchen-Gillrath – Schierwaldenrath ) zum Einsatz.
1957Herbert Leiss löst Otto Leiss als Chefkapitän ab.
Beschaffung von zwei Personenwagen der Auricher Kreisbahn und Umbau in Güterwagen.
1958Güterwagen 16 in durch Umbau eines älteren Wagens erbaut. 3 Güterwagen von der Eckernförder Kreisbahn angekauft. Bahnsteig um 2 Wagenlängen verlängert.
19592 Personenwagen von der Steinhuder-Meer-Bahn beschafft. Bahnsteig um 15 m verlängert. Gleiswaage zur Bestimmung des Gewichts von Schwer- und Massengütern angeschafft.

1960
Frachtschiff „Langeoog VI“ an die Firma Christian Carls in Norden verkauft. Als Ersatz wird das Frachtschiff „Tina“ auf der Heinrich Brand in Oldenburg erbaut.
Packwagen 8 in eigener Werkstatt unter Verwendung des Fahrgestells eines Wagen der Auricher Kreisbahn erbaut. Toilettenanlagen an das Bahnhofsgebäude angebaut.
1961Von der Kreis-Altenaer-Eisenbahn wurden VT 1 (Talbot 1955/97519 2 * 132 PS), VB 1 und VB 2 (beide KAE-Eigenbau) beschafft. Inbetriebnahme des ersten Triebwagenzugs von 48.36 m Länge. Zugbildung VT 1, VB 1, VB 2 und Packwagen 8.
1962Baubeginn des neuen Betriebsgebäudes in Bensersiel.
1963Im Januar und Februar war der Schiffsverkehr bis auf einen Eisnotdienst wegen starken Eisgangs eingestellt. Einweihung des neuen Betriebsgebäudes in Bensersiel am 10.04.63.
VB 3 und VB 4 in eigener Werkstatt erbaut. Der Triebwagenzug ist jetzt 71.50 m lang. Zugbildung VT 1, VB 1 – 4 und Packwagen 8.
1964Abbruch der hölzernen Wagenhalle und Bau einer neuen Werkstatt und Abstellhalle. Personenwagen 6 umgebaut in Güterwagen 31.
1965Personenwagen 3 in Güterwagen 28 umgebaut.
1966VT 2 ( Talbot 1950/94443 126 PS ) von der Ruhr-Lippe-Eisenbahn gekauft. Der Triebwagenzug ist jetzt 86 m lang. Zugbildung VT 2, VB 1 – 4, Packwagen 8 und VT 1. Personenwagen 2 in Güterwagen 27 umgebaut.
1968„Langeoog I (II)“ an die Reederei Warrings in Carolinensiel verkauft. Unter dem neuen Namen „Harlesand“ wird das Schiff im Verkehr nach Wangerooge und für Butterfahrten eingesetzt. 1981 Weiterverkauf an die Reederei A. Tapken. Nach Modernisierung und Umbau ab 1982 als „Etta von Dangast“ für Fahrten zu den Inseln und auf der Jade. Das bei der Jadewerft in Wilhelmshaven neu gebaute Passagierschiff „Langeoog I (III)“ wird in Dienst gestellt.
Personenwagen 1 im Tausch gegen Güterwagen 29 ( ex KAE-Wagen Nr. 810 ) an den Deutschen-Eisenbahnverein in Bruchhausen-Vilsen abgegeben. Der Wagen wurde aber nicht restauriert sondern in den siebziger Jahren verschrottet.
1969Güterwagen 30 in eigener Werkstatt erbaut.
1971„Langeoog II (II)“ gebaut auf der Schiffswerft Schlömer in Oldersum in Dienst gestellt. „Langeoog IV“ an die Reederei der Nachbarinsel Spiekeroog verkauft. Dort Einsatz als „Spiekeroog IV“ bis zum 30.09.80. 1981 Weiterverkauf an die Reederei Rondvaart & Visserij Jantje van der Tuin in Holland. Unter dem Namen „Nanja“ Einsatz ab Harlingen.
1972„Lili Marleen“ auf der Schiffswerft Lübbe Voß in Westerende Kirchloog erbaut und durch Lale Andersen getauft.
Sanierung des Bahnhofs und Erbauung einer Güterumschlaghalle, sowie Umbau der Bahnhofsgleisanlagen. Abbau des nicht mehr benötigten Ladekrans.
1973Frachtfähre „Pionier (II)“ von der Bundeswehr, Flusspioniere Wiesbaden gekauft. Oltmann Ammermann wird Chefkapitän.
Kleintriebwagen DR 1 ( Schöma 1973/3431 42 PS ) von Schöma erworben.
1975Erster grösserer Unfall auf der Inselbahn. VT 2 vom Güterzug nahe dem Hafen gerammt. Die Schäden werden in eigener Werkstatt behoben.
1976Fahrrinne nach Bensersiel tidefrei ausgebaggert. Am 18.07. erfolgt die erste tidefreie Fahrt.
Statt eines täglich wechselnden Fahrplans gibt es jetzt täglich 8 Abfahrten im Sommer und 4 Abfahrten im Winter.
Von der Würtembergischen-Eisenbahn-Gesellschaft wurden VT 3 ( Fuchs 1955/9107 2 * 210 PS ), VB 5 und 6 erworben und nach Umbau durch die Bremer Waggonfabrik auf der Inselbahn eingesetzt. Der Triebwagenzug ist jetzt 111 m lang. Zugbildung VT 3, VB 5 – 6, VB 1 – 4, Packwagen 8 und VT 1.
Zweiter grösserer Unfall auf der Inselbahn. VT 1 rammt am 16.08 den Prellbock am Hafen wegen Unterschätzung des Bremswegs auf den nassen Schienen. Neben den Schäden am Triebwagen brechen mehrere Kupplungen an den Beiwagen. Deshalb wird der Zug in mehreren Teilen vom Hafen zum Ort zurückgeschleppt. Die Schäden am VT sowie an den Kupplungen der Beiwagen werden in eigener Werkstatt behoben.
1977Erneuerung des Oberbau auf der gesamten Strecke. Erstmals Verwendung durchgehend geschweisste Gleise und Schotteroberbau. Wagen 10 wird verschrottet.
1978Modernisierung der Passagier- und Frachtabfertigungsanlagen in Langeoog. Installation von Hubbrücken für den Passagierverkehr und Neubau eines Frachtkais.
Wagen 11 wird verschrottet. Umbau der Gleisanlagen im Hafen. Umbau von Wagen 27 zum Gepäckcontainertragwagen.
1979Neubau der Grossfährschiffe „Langeoog III (III)“ und „Langeoog IV (II)“ auf der Werft Diedrichs in Oldersum.
Modernisierung der Passagierabfertigung in Bensersiel durch den Einbau von Hubbrücken in Bensersiel und Bau eines neuen Fährhauses. Einführung von Gepäck- und Fahrradcontainern.
„Langeoog III (II)“ verkauft an die Reederei Dethlef Dethlefs in List auf Sylt. Dort Einsatz für Ausflugs- und Butterfahrten unter dem Namen „Gret Palucca“. Nach Konkurs der Reederei weiterverkauft nach Schweden. Heute Restaurantschiff „Visholmen“ in Strängnas am Mälarnsee.
Gepäckcontainertragwagen 10 (II) für den Triebwagenzug in eigener Werkstatt gebaut. Packwagen 8 wird jetzt nur noch in Sonderfällen verwendet. Wegen des grossen Fassungsvermögens der neuen Fährschiffe kommt häufig der „Alte Zug“ zum Einsatz. Zugbildung: VT 2, Wagen 7, 4, 5 und Kö 1.
1980„Langeoog II (II)“ an die Reederei Warrings in Carolinensiel verkauft für den Verkehr nach Wangerooge. Dort unter dem Namen „Stadt Wittmund“ bis 1985 im Einsatz. Dann Weiterverkauf an die Reederei der Insel Spiekeroog. Dort im Einsatz unter dem Namen „Spiekeroog II“. Das Schiff wurde 1991 wieder verkauft an die Reederei Warrings und wird nach einen Umbau der Inneneinrichtung sowie Erweiterung der Restauration unter dem Namen „Harlekurier“ auf der Strecke Wilhelmshaven – Eckwarderhörn eingesetzt.
1981Diesellok Kö 4 ( Schöma 1965/2860 88 PS ) von der Inselbahn Spiekeroog nach Stillegung der dortigen Bahn gekauft.
1982Triebwagen VT 4 ( Talbot 1955/97520 2 * 145 PS ), baugleich mit VT 1, nach Stillegung der Inselbahn Juist zusammen mit Güterwagen 11(II) erworben.
1983Rampe in Bensersiel gebaut. Im August wurde der Frachtumschlag in Bensersiel von der westlichen auf die östliche Hafenseite verlegt.
Kö 2 abgestellt. Die Lok ist als Denkmal vorgesehen.
1984Lagerplatz in Bensersiel erbaut.
Güterwagen 28 umgebaut zum Gepäckcontainertragwagen.
1985Inbetriebnahme von VT 4 nach längerer Aufarbeitungszeit.
1986Frachtfähre „Pionier (II)“ wird bei der Werft J. Diedrichs in Oldersum um 6 m verlängert und erhält einen Bordkran.
1987Von der Bundeswehr, Flusspioniere Wiesbaden, wird eine weitere Frachtfähre gekauft. Sie erhält den Namen „Onkel Otto“. Es erfolgt ein Umbau bei der Werft Diedrichs in Oldersum. Das Schiff wird verlängert und erhält einen Bordkran.
Das Frachtschiff „Caroline“ wird an J.Vester in Harlingen verkauft. 1992/93 Weiterverkauf nach Grossbritannien.
Aufstellung von Kö 2 als Denkmal am Bahnhof.
1988Indienststellung der Frachtfähre „Onkel Otto“. Die Schiffstaufe erfolgt am 08.03 in Oldersum.
Das Frachtschiff „Tina“ wird an Manfred Albers in Witzhafe verkauft.
1989Beginn der Erweiterung der Abstell- und Werkstatthallen der Inselbahn.
1990Am 26.April wurde das Richtfest für den erweiterten Betriebshofs der Inselbahn gefeiert.
1991Neubau des Fahrgastschiffs „Langeoog II (III)“ bei der Werft Diedrichs in Oldersum. Am 11.Dezember erfolgt im Hafen von Langeoog die feierliche Taufe des neuen Schiffs. Das Schiff ging danach nochmals zu Nacharbeiten in die Werft.
Am 23.August erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Betriebshofs unter Teilnahme des niedersächsischen Finanzministers Schwieters. Kosten des Neubaus 3,27 Mio. DM.
Am 29.Dezember entgleist um 8.30 Uhr VT 3 an der Bahnhofseinfahrt wegen einer nicht in Endlage befindlicher Weiche. Während der Eingleisungsarbeiten müssen die Fahrgäste für die Abfahrt um 9.30 an der Hafenstrasse in den Rest des Zuges einsteigen.
1992Einsatz des neuen Fahrgastschiffs „Langeoog II (III)“ im Ausflugs- und gelegentlich auch im Linienverkehr.
1993„Lili Marleen“ an Hansa-Linien GmbH in Flensburg verchartert für Fahrten in der Ostsee, der Eider, Kieler Förde und dem Nord-Ostsee-Kanal (Kiel Kanal).
5 neue Lokomotiven bei Schöma bestellt. Bei der Bremer Waggonfabrik wurden 8 Personenwagen, 2 Sonderwagen und 1 Tragwagen für 8 Gepäckcontainer geordert.
1994Abschied von der Edmonsonschen Fahrkarte bei Schiffahrt und Inselbahn Langeoog. Einführung eines EDV-System zum Fahrkarten-verkauf und -druck ab Jahresbeginn.
„Lili Marleen“ an Reederei Neuton und Heinrich von Holdt, Hallig Hooge verkauft. Dort unter dem Namen „Seeadler“ im Einsatz.
Der Bahnsteig wird um 4,5 m verbreitert. Beginn des Bahnhofsneubaus. In der ersten Baustufe wird die Frachthalle abgebrochen und neugebaut.
Am 26.November vom Bremer Waggonbau 6 Wagen, KB 94/01 – 94/03 und KB 94/06 – 94/08 abgeliefert. Am gleichen Tag Wagen 4 an den Heimatverein Schaumburg-Lippe in Wunstorf und Wagen 5 an den DEV abgegeben.
Lok 1 ( Schöma 1994/5344 293 PS ) am 15.12 und Lok 2 ( Schöma 1994/5345 293 PS ) am 16.12 von Schöma geliefert. Am 21.Dezember erste Probefahrt als Doppeltraktion mit 2 Loks und 6 Beiwagen.
1995Personenwagen 94/04 am 23.1 und 94/05 am 24.1 angeliefert. Als Rückfracht werden VB 1 und VB 2 an die Märkische Museumsbahn in Plettenberg abgegeben.
Lok 3 ( Schöma 1994/5346 293 PS ) am 6.2 von Schöma geliefert und VB4 an die Märkische Museumsbahn abgegeben.
Die 2 Sonderwagen 94/09 und 94/10 und Gepäckcontainerwagen 94/11 werden wegen drohenden Konkurses der Bremer Waggonbau unfertig am 11.Februar geliefert und in der Inselbahnwerkstatt bis Anfang April komplettiert.
Abgabe von VB 3 am 11.2. an die Märkische Museumsbahn.
/ Die Firma Bremer Waggonbau hat am 21.2 Konkurs angemeldet.
Lok 5 ( Schöma 1994/5348 293 PS ) am 27.2 von Schöma abgeliefert. Lok 4 ( Schöma 1994/5347 293 PS ) am 1.März von Schöma geliefert.
Am 2.März Filmaufnahmen von Radio Bremen mit dem neuen Zug bestehend aus Lok 1, Wagen 94/08, 94/02, 94/03, 94/07, 94/04, 94/06 und Lok 2.
Am 3.März feierliche Inbetriebnahme des neuen Zuges durch den niedersächsischen Verkehrsminister Herrn Fischer. Kostenlose Publikumsfahrten mit dem neuen Zug. Ab 7.April Einsatz der neuen Züge im regulären Dienst.
25. bis 27.April Abgabe der Triebwagen VT 3, VT 1 und VT 4 an die Harzer Schmalspurbahnen.
Fertigstellung des ersten Bauabschnittes des neuen Bahnhofs. Ab 14.Juli Güter- und Gepäckumschlag in der neuen Halle.
Am 17.Juli Abgabe von Kö 3 mit den alten Handkurbel-Hebeböcken an die Firma Hywema in Solingen. Die Lok wurde sofort an die Achenseebahn weitergeben. Die Lok dient dort als Rangierfahrzeug in Jenbach zum Verschieben der Wagen in der neuen Fahrzeughalle, die von den Dampfloks nicht befahren darf.
Am 1.Oktober Baubeginn des zweiten Abschnitts mit Abbruch des restlichen alten Bahnhofsteils. Am 28.November feierliche Grundsteinlegung durch Bürgermeister Schreiber. Im Grundstein wurde ein luftdicht verschlossenes Messingrohr mit aktuellen Zeitdokumenten, Fotos und Münzen eingemauert.
1996Fertigstellung des Bahnhofsneubaus. Am 10.Juni feierliche Einweihung durch den niedersächsischen Minister für Finanzen Herrn Hinrich Swieter.
1997Der letzte gedeckte Güterwagen Nr. 9 wurde zum Flachwagen umgebaut.
Als zweite Reederei an der Küste werden der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog die Zertifikate des Sicherheitsmanagment-Systems ISM-Code (01.Juli) und der Qualitätsmanagment- Norm ISO 9002 (19.August) in Anwesenheit des IHK-Geschäftsführers Dr. Reiner Kolck durch Dipl.-Ing. Roland Arp vom Germanischen Lloyd offiziell übergeben. Die Inselschiffahrt nimmt damit eine Vorreiterrolle unter den ostfriesischen Inseln ein.
1998Beginn des Umbaus der Gleisanlagen am Hafen. Der Bahnsteig wird zum Mittelbahnsteig umgebaut.
Diesellok Kö 4 wird bei Schöma generalüberholt.
1999Die Gleisbauarbeiten am Hafen werden beendet.
Diesellok Kö 1 wird bei Schöma generalüberholt.
Im Mai wird VT 2 an die Kreiswerke Heinsberg GmbH verkauft und am 31.5 abtransportiert. Am 11.6 wurde das Fahrzeug an die Selfkantbahn übergeben und ist ab Ostern 2000 dort als T 102 im Einsatz.
2000Fertigstellung des Abfertigungsgebäudes am Hafen und der Brücke über die Bahnanlagen.
Einführung der „LangeoogCard“. Die Karte dient sowohl als Fährticket als auch für die Abrechnung von Leistungen der Kurverwaltung, wie z.B. Kurtaxe, Schwimmbadbesuche etc. Die „LangeoogCard“ gibt es in verschiedenen Ausführungen für Erwachsene, Kinder, Insulaner und Ehrenkurgäste.
2001Die Inselbahn feiert ihr hundertjähriges Jubiläum.
Im Oktober wird die Denkmalslok Kö 2 vom Sockel gehoben und in der Inselbahnwerkstatt instandgesetzt.
2002Denkmalslok Kö 2 wird am 4.Februar wieder auf den Sockel gehoben. Bei der Selfkantbahn wird die ehemalige Kö 1 (I) nach langjähriger Aufarbeitung in Betrieb genommen und am 22.Juni im Rahmen des Insel- und Bäderbahnwochendes auf den Namen Langeoog getauft. Die Lok wird für Rangierarbeiten in Schierwaldenrath eingesetzt.
Die Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog feiert das 75jährige Bestehen mit einem Festakt im Inselbahnbetriebshof am 13.September. Zur musikalischen Unterhaltung spielt das Original Glenn Miller Orchester unter Leitung von Will Salden.
2003Durch eine nicht korrekt anliegende Weichenzunge, verursacht durch festen Schnee zwischen den Schienen, entgleiste Kö 1 am 4.Februar vor der Frachthalle und musste vom Hafenkran wieder auf die Gleise gesetzt werden.