Die Insel fürs Leben

Gezeiten

Lahnung
 

PDF-Dokument GezeitenPDF-Datei: Zeiten und Gezeiten


Das Leben am Meer ist durch die Gezeiten geprägt. Sie sind die größte Kraft, die auf das Wasser der Meere einwirkt. Wirklich jedes kleinste Tröpfchen im Meer, auch in den größten Tiefen, reagiert auf die Anziehungskraft von Sonne und Mond.
Der Mond hat den stärksten Einfluss auf die Gezeiten, weil er der Erde viel näher ist als die Sonne. Er kreist in etwa 29,5 Tagen einmal um die Erde, die selbst wiederum um die Sonne kreist. Auf der Seite der Erde, die zum Mond weist, ist die Anziehungskraft des Mondes größer als die Fliehkraft der Erde. So entsteht ein sogenannter Flutberg. Auf der mondabgewandten Seite der Erde ist die Fliehkraft größer als die Anziehungskraft, so dass sich hier ein zweiter Flutberg bildet.
Gezeiten
Der Meeresspiegel steigt und sinkt somit zweimal pro Tag. Im Durchschnitt etwas mehr als sechs Stunden lang steigt er an. Wir Insulaner sagen dann: "Wir haben auflaufend Wasser", damit ist die Flut gemeint. Etwa ebenso lang fällt der Meeresspiegel wieder ab, wir haben also "ablaufend Wasser". Das ist dann die Ebbe. Der höchste Wasserstand wird als Hochwasser, der niedrigste als Niedrigwasser bezeichnet. Die Tide ist der Zeitabschnitt zwischen zwei Hoch- bzw. Niedrigwassern. Der Tidenhub ist der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser (mittlerer Tidenhub auf Langeoog: 2,80 m). Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um die eigene Achse. Da der Mond aber in dieser Zeit am Himmel weiterwandert, dauert es etwas länger, bis der gleiche Punkt des Erdbodens wieder unter dem Mond angekommen ist, nämlich 24 h / 29,5 = 49 Minuten länger (in 29,5 Tagen bewegt sich der Mond einmal um die Erde, an einem Tag schafft er nur einen entsprechenden Teil der Strecke). Da zweimal am Tag Hochwasser ist, verschieben sich Hoch- und Niedrigwasser also im Mittel um ca. 25 Minuten pro Tide.


Nordseegezeiten-App
Mit der Nordseegezeiten-App wissen Sie immer, wann Ebbe und Flut wechseln.